Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle Süd-

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Inhalt: Bauwerke und Anlagen


Begegnung SchleuseDürrlohspeicherSchützschieneSchleuse Toreinbau

Um die Schifffahrt auf den Wasserstraßen überhaupt zu ermöglichen und einen sicheren Verkehr auf den Bundeswasserstrassen Main, Main-Donau-Kanal und Donau zu gewährleisten, sind eine Vielzahl von technischen Anlagen vor Ort erforderlich, die von den Wasser- und Schifffahrtsämter betrieben, inspiziert und unterhalten werden müssen.

Stau- und Kanalstufen

Flüsse folgen dem natürlichen Gefälle in der Landschaft. Zur besseren Nutzung der Flüsse für die Schifffahrt, zur Energiegewinnung u.a. werden die Flüsse durch Bauwerke gestaut und das Fließgefälle verringert. Hierdurch wird die Wassertiefe für die Schifffahrt erhöht und die Möglichkeit zur Energiegewinnung durch ein Kraftwerk geschaffen. In der Regel besteht eine Staustufe aus dem Wehr mit beweglichen Verschlüssen, durch das der Wasserstand bei Niedrigwasser angehoben und bei Hochwasser wieder freigegeben werden kann, der Schleuse, die der Schifffahrt die Überwindung des Höhenunterschiedes ermöglicht, sowie einem Kraftwerk zur Energiegewinnung. Im unmittelbaren Staubereich sind höhere gedichtete Seitendämme erforderlich.
Da bei Kanälen in der Regel kein oder nur ein geringer natürlicher Wasserzufluss vorhanden ist, ist dort kein Wehr für die Abflussregelung erforderlich. Das bei der Schleusung von der oberen in die untere Kanalhaltung durch Schütze gelangte Wasser muss durch Pumpwerke wieder zurückgepumpt werden. Am MDK wurde für die Wasserbewirtschaftung ein besonderer Pumpspeicher, der Dürrlohspeicher gebaut.

Schleusen

schleuse_rothenfelsSchiffschleusen ermöglichen das Heben und Senken eines Schiffes an einer Staustufe zur Überwindung des durch den Stau erzeugten Wasserspiegelunterschiedes. Die Schleusenhöhen (Fallhöhen) am Main und an der Donau liegen etwa zwischen 5 und 10 Metern (bei RNW bzw. Niedrigwasser). Am Main-Donau-Kanal erreichen die Schleusen Höhen bis zu 24 m. Zur Wasserersparnis bzw. Pumpkostenersparnis sind die meisten Schleusen mit Sparbecken ausgerüstet.schleuse_kachlet Am Main gibt es an jeder Stufe in der Regel eine Schleuse mit 12 m Breite und 300 m Länge. Von der Rheinmündung bis einschließlich der Stufe Offenbach sind wegen des hohen Verkehrsaufkommens je zwei Schleusen vorhanden. Die Schleusen am MDK sind 12 breit und 190 m lang. Die Hubhöhe ist wegen der Topografie - die Schiffe fahren über einen Berg -, im Vergleich zu den Flussschleusen wesentlich höher. Die Fallhöhe an den höchsten Schleusen beträgt 24 m. schleuse_eckersmuehlenUm die Pumpwassermenge zu begrenzen, sind daher an den Schleusen Sparbecken vorgesehen. An der Donau sind die Schleusen unterstrom von Regensburg 24 m breit und 220 m lang. In Jochenstein und Passau (Kachlet) sind je zwei Schleusenkammern vorhanden. Oberstrom von Regensburg entsprechen die Schleusen den Abmessungen am MDK.


Wehre

Wehr Straubing Die Wehre bestehen im Wesentlichen in der Regel aus den Wehrpfeilern aus Beton und den Verschlüssen aus Stahl, sowie aus Antrieben und Tosbecken. Mit diesen wird der Stau bzw. der Abfluss geregelt. Bei Hochwasser werden die Verschlüsse aus dem Abflussquerschnitt entfernt, um nicht die Hochwasserstände zu erhöhen. Aus Sicherheitsgründen wird bei der Bemessung des Wehrquerschnittes der Ausfall eines Wehrverschlusses berücksichtigt (n-1 - Regel).



Schöpfwerke

Schöpfwerk Donaustauf Beim Aufstau von Flüssen muss insbesondere im unmittelbaren Staubereich das Wasser der Bäche und Gräben mittels Schöpfwerken in den gestauten Fluss hochgepumpt werden, da das natürliche Fliessgefälle nicht mehr vorhanden ist.


Donaustauf an der Donau in der Stauhaltung Geisling


Pumpwerke

mdk_pumpwerk

Der Main-Donau-Kanal hat neben der Funktion als Wasserstraße auch eine große Bedeutung für die Wasserversorgung. Hierzu sind an den Stufen der Südrampe (Kelheim bis Bachhausen) des MDK Pumpwerke vorhanden, die das wasserarme Regnitz-Main-Gebiet mit Donauwasser versorgen und das Schleusungswasser in den Haltungen wieder ersetzen. Für die Schleusenwasserversorgung betreibt das WSA Regensburg außerdem noch den Dürrlohspeicher als Wochenspeicher.


Die Pumpwerke am Main-Donau-Kanal


Kreuzungsbauwerke und Brücken

Rednitztalbrücke Kanalbrücke Möhrendorf

In der Regel wird die Wasserstraße von anderen Verkehrswegen (Straße, Schiene) gekreuzt. Die GDWS - ASt Süd hat für 67 Brücken, die durch den Ausbau - insbesondere durch den Kanalbau - entstanden sind, die Unterhaltungslast. Am Main und an der Donau befinden sich die meisten Brücken in der Unterhaltungslast Dritter. Es gibt aber auch einige aufwendige Bauwerke am Kanal, mit denen der Verkehrsweg über andere Verkehrswege oder Flüsse geführt wird. Am MDK gibt es acht von diesen Bauwerken.



Kraftwerke

wasserkraftwerk_griesheim Zur Energiegewinnung sind an den vorhandenen Flussstaustufen Kraftwerke mit Kaplan-Turbinen vorhanden, die das Druckgefälle ausnutzen. Diese werden durch Kraftwerksbetreiber (überwiegend E.on) genutzt.
Zwei Wasserkraftwerke am Main werden vom WSA Aschaffenburg selbst betrieben.

Dämme

Dammstrecke Hafen Fürth

Im Zuge der Stauregulierung des Main und der Donau sowie beim Bau des MDK wurden an den Ufern Seitendämme aus geeignetem Boden mit Dichtungen errichtet. Die Dichtigkeit und die Standsicherheit dieser Dämme wird ständig von den Wasser- und Schifffahrtsämtern überwacht. Im Bereich der GDWS - ASt Süd beträgt die Länge der Dämme insgesamt 182 km. Um den Sicherheitsstandard der Dämme den aktuellen Erkenntnissen anzupassen, wurden in der WSV Erhebungen über erforderliche Maßnahmen zur Gewährleistung der Standsicherheit durchgeführt. Für den Bereich der GDWS - ASt Süd wurde daher in Nürnberg eine Projektgruppe eingerichtet, die sämtliche Dämme im GDWS - ASt Süd Bezirk auf einen vorhandenen Nachsorgebedarf hin untersucht und die erforderlichen Maßnahmen durchführt.


Dammstrecke Hafen Fürth