Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle Süd-

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Inhalt: Fernsteuerung von Schleusen


Begegnung SchleuseDürrlohspeicherSchützschieneSchleuse Toreinbau


Mit der Fernsteuerung von Schleusen führt die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt - Außenstelle Süd eine zukunftsweisende Technik an ihren Wasserstraßen ein. Ziel ist es das Angebot für die Schifffahrt und den Schleusenbetrieb zu optimieren und langfristig damit zu Kosteneinsparungen zu kommen.

Für den Bezirk der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt - Außenstelle Süd in Würzburg ist vorgesehen, die Schleusen am Main (mit Ausnahme der Schleuse Kostheim als Eingangsschleuse), die Schleusen am Main-Donau-Kanal und an der Donau zu Fernsteuergruppen zusammen zu fassen und sie je nach ermittelter Auslastung entweder generell (Tag- und Nachtbetrieb) bzw. nur im Nachtbetrieb von einer Fernsteuerstelle aus zu steuern.

Die Fernsteuerzentrale ist unabhängig von ihrer örtlichen Lage. Sie kann sich an einer Schleuse oder in Räumlichkeiten eines Außenbezirkes befinden.

Im Fernsteuerbetrieb werden bis zu vier Schleusen bis zu Entfernungen von 20 km von einer Zentrale aus gesteuert. Im Tagbetrieb ist ein Schichtleiter für den Betrieb von 2 Schleusen zuständig, im Nachtbetrieb steuert er alle 4 Schleusen einer Fernsteuergruppe.

Jeder der vier ferngesteuerten Schleusen ist ein Bedienplatz in der Zentrale zugeordnet. Er ist mit sechs Monitoren für die Überwachung des Verkehrsablaufs und einem Monitor für den Ablauf der Schleusensteuerung ausgestattet. Mit den vorhandenen Kommunikationseinrichtungen wird der reibungslose Kontakt zur Schifffahrt gewährleistet.

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Beispielhaft wird hier ein Bedienplatz der Fernsteuerstelle der Schleuse Harrbach dargestell

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Die in der Grafik dargestellte Anordnung wurde gewählt um sicherzustellen, dass ein Schichtleiter die von ihm zu betreuenden Schleusen im Überblick behalten kann

Änderungen im Betriebsablauf sind für die Güter- und Sportbootschifffahrt nicht erkennbar. Sportbootfahrer die die Schifffahrtsschleusen nutzen müssen und keinen Funk an Bord haben, können sich durch die Wechselsprechstellen mit der Fernsteuerstelle in Verbindung setzen.

Bootsschleusen sind nicht in die Fernsteuerung einbezogen. Für die Nutzung der Bootsschleusen nach Einrichtung der Fernsteuerung ergeben sich somit gegenüber der bisherigen Nutzung keine Änderungen. In unmittelbarer Nähe der Bootsschleusen werden im Zuge der Einrichtung der Fernsteuerung Wechselsprechstellen angebracht, mit denen mit der Fernsteuerstelle kommuniziert und auch Hilfe angefordert werden kann.

Im Regelfall sind die Wechselsprechstellen an folgenden Orten angebracht:

Der Zugang für Rettungskräfte zu den nunmehr unbesetzten und somit ferngesteuerten Schleusen ist sichergestellt und wird durch die jeweilige Fernsteuerstelle geregelt. Ein ungehinderter Besucherzugang ist hingegen nach der Einrichtung je nach Standort nicht mehr möglich, da das Areal aus Schutzgründen (bspw. Unfälle im Wasser durch Stürze und Ertrinken) eingezäunt wird.

Weitere Informationen erhalten Sie in den von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt - ASt Süd in Würzburg herausgegebenen "Hinweise für Wassersportler auf den Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal und Donau"

Vor Beginn des Wirkbetriebes einer fertiggestellten Fernsteuergruppe erfolgt durch die jeweiligen Wasser- und Schiffahrtsämter eine entsprechende Information der entsprechenden Interessenvertretungen, der einschlägigen Presse sowie unter der Internetadresse www.elwis.de.

Der bisherige Planungs- bzw. Umbaustand über die geplante und fertig gestellte Einrichtung der Fernsteuerung kann der Tabelle entnommen werden. Die "grün" gekennzeichneten Schleusenanlagen sind für die Fernsteuerung fertig gestellt und laufen bereits im Wirkbetrieb, die "blau" gekennzeichneten stehen kurz vor Beginn des Wirkbetriebes.